Geierkogel

1.917m | Saualpe, Kärnten

Bei Wind und Schnee auf der „Saualm


Am Vortag noch in der Hochsteiermark unterwegs, fassten wir als nächste Tour einen Gipfel südlich unserer Heimat ins Auge. Der Geierkogel zählt zur Saualpe, einem Gebirgszug westlich der Lavant, welcher, unter anderem auch vom Klippitztörl erwandert werden kann. Der Aufstieg ist relativ kurz, unschwierig und bietet dem Wanderer ein traumhaftes Panorama. Bei uns gab es als Draufgabe noch jede Menge Schnee…

Das Klippitztörl ist eine Passhöhe, welche das Kärntner Lavanttal mit der Region um Althofen verbindet. Der Ausgangspunkt für unsere Tour lag direkt an der Passhöhe, um kurz vor 10 Uhr starteten wir südlicher Richtung. Der Weg war von Beginn an mit Schnee bedeckt, wir verzichteten vorerst aber auf unsere Grödel, welche erst später zum Einsatz kommen sollten. Leicht ansteigend ging es die ersten Höhenmeter empor, bis sich linkerhand erstmals ein schöner Blick in Richtung Größing und Amering und auch zum Peterer Riegel bot. Wir hielten uns immer an den stets gut markierten Weg – auch der „Panoramaweg Südalpen“ verläuft auf dieser Route. Nach einer halben Stunde kamen wir zu einer Kreuzung, welche uns links in Richtung Gipfel des Geierkogels durch den Weg führte. Geradeaus führt der „Eisenwurzenweg“.

Nun stellte sich der Berg etwas auf und es wurde Zeit für unsere Schneeketten, zu anstrengend wäre ein Weitergehen ohne die Grödel gewesen. Nach wenigen Minuten erreichten wir die Baumgrenze und konnten in nicht allzu weiter Ferne das Gipfelkreuz erkennen. Zirka eine Stunde waren wir unterwegs, als wir den Rundumblick beim Gipfelkreuz genossen. Der eigentliche Gipfel des Geierkogels (1.917m) liegt einige Meter weiter südlich. Es zog zwar etwas zu, wir blieben aber trocken und entschieden uns für einen Weitermarsch in Richtung Forstalpe, behielten das Wetter aber stets im Blick. Am Marsch in Richtung Einsattelung zwischen Geierkogel und Forstalpe entschieden wir uns nur die „Geierkogelrunde“ zu machen. Für den Herbst ist aber die Überschreitung der Saualpe „Geierkogel-Forstalpe-Kienberg-Gertrusk-Ladinger Spitz-Speikkogel-Sauofen“ geplant. Wir suchten uns ein windgeschütztes Plätzchen und genossen während unserer kurzen Jausenpause einige Sonnenstrahlen und den Blick zum Großen Speikkogel auf der Koralpe.

Bei der Einsattelung angekommen, bogen wir scharf rechts ab und folgten dem Eisenwurzenweg zurück zur oben erwähnten Kreuzung. Die Osthänge des Geierkogels überraschten uns mit riesigen Schneemassen, welche unseren Rückweg nicht gerade einfacher machten. Angestrengt stapften wir durch den teilweise Knie-tiefen Schnee in Richtung Klippitztörl. Aufgrund der Schneemassen benötigten wir eine Dreiviertelstunde für die etwas mehr als zwei Kilometer lange Strecke. Dabei hatten wir „unseren Hausberg“, den Zirbitzkogel immer fest im Blick, auch die Seckauer Tauern waren etwas weiter draußen zu erkennen. Im Osten lagen dicke Regenwolken über den Gurktaler Alpen. Bei der Kreuzung angekommen folgten wir dem Weg zurück zum auf knapp 1.650 Meter hoch gelegenen Parkplatz.

Die Geierkogelrunde mag mit nur etwas mehr als 300 Höhenmetern und sieben Kilometern recht kurz sein, ist aber absolut jedem Genusswanderer ans Herz zu legen. Gerade im Sommer oder im Herbst ist das Gebiet auf der Saualpe ein echtes Wanderparadies.

Infobox
Start - Ziel:Parkplatz direkt auf der Passhöhe Klippitztörl
Höhenmeter:310
Distanz (km):7,2
Gehzeit (exkl. Pausen):2-3h
GPX-File Download:Link

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