Großer Ringkogel

2.277m | Seckauer Tauern, Steiermark

Genusstour im Herzen des Murtals


Mitten im Herzen der Seckauer Alpen, doch oftmals übersehen. Das gilt für den Stock um den Großen Ringkogel und den Pletzen. Von einer Tour auf den Ringkogel bis zur Überschreitung des gesamten Stocks bieten sich einem viele spannende Varianten. Auch im Winter sind Skitouren auf den Großen Ringkogel sehr beliebt.

Die Wanderung beginnt im Gaalgraben, genauer gesagt kurz vor dem Bauernhof Gaalreiter. Der Ausgangspunkt ist mit dem Auto von Knittelfeld in einer knappen halben Stunde zu erreichen. Die ersten Meter folgten mein Schwager Richard und ich der Asphaltstraße und spazierten durch das Anwesen des Gaalreiter. Kurz danach beginnt der Forstweg und es ging den weitestgehend gut erkennbaren Markierungen entlang. Die ersten drei Kilometer legten wir durch den Wald zurück, aber mit jedem gewonnenen Höhenmeter lichtet sich dieser und nach etwas mehr als 700 Höhenmeter standen wir am 1.956 Meter hohen Repenstein. Kein Gipfelkreuz und auch kein Gipfelbuch, somit ging es nach einer kurzen Trinkpause gleich weiter.

Die Baumgrenze war bereits passiert und wir wanderten auf einem gut ausgetretenen Weg über einen breiten Rücken in Richtung des Kleinen Ringkogels. Dieser ist vom Repenstein in nicht einmal einer halben Stunde erreicht und es bieten sich eindrucksvolle Blicke in Richtung Hochreichart, des Brandstätterkogels, des Maierangerskogels und des Seckauer Zinkens. Nun dreht der Rücken nach links und wird später etwas steiler. Ausgesetzt präsentiert sich der Weg allerdings nie – Genusswandern pur. Mein Begleiter verließ mich zwischen Repenstein und dem Kleinen Ringkogel: er wollte den Pletzen, welcher vom Großen Ringkogel in einer knappen halben Stunde erreicht werden kann, auch noch mitnehmen.

Gute 150 Höhenmeter legte ich vom Kleinen zum Großen Ringkogel zurück und erfreute mich nach drei Stunden Gehzeit und der obligatorischen Gipfelkreuz-Umarmung, des wunderschönen Panoramas. Das Geierhaupt und das Gesäuse sind im Norden zu erblicken, im Süden sind die Seetaler Alpen und der Größing auszumachen. Es dauerte nicht lange, da war auch Richard schon wieder am Ringkogel und wir genossen eine ausgedehnte Gipfelpause mit passender Jause. Trittsichere Wanderer können neben dem Pletzen auch noch den Sonntagkogel besteigen – der Abschnitt zwischen Pletzen, genauer gesagt der nachfolgenden Planspitze und dem Gipfel des Sonntagkogel, die sogenannte Tierscharte, ist aber sehr ausgesetzt und sollte nur von erfahrenen Bergwanderern, die mit Trittsicherheit und Schwindelfreiheit ausgestattet sind, begangen werden.

Für uns geht’s an diesem Tag aber über den Aufstiegswegs zurück in Richtung Ausgangspunkt. Am Repenstein überlege wir, ob wir doch einen anderen Weg nehmen soll, dieser würde uns aber in den Ingeringraben führen. Von dort wäre es ein „Asphalthatscher“ bis zum Parkplatz – wir entscheide mich dann doch dagegen und bin in knappen zwei Stunden vom Gipfel wieder zurück beim Parkplatz.

Die Wanderung auf den 2.277 Meter hohen Großen Ringkogel kann jedem Genusswanderer und auch Familien ans Herz gelegt werden. Man bewegt sich nie auf ausgesetzten Bereichen und auch das Gipfelplateau bietet genügend Platz, um die Landschaft in Ruhe genießen zu können. Bemerkenswert: das Gipfelkreuz steht nicht am höchsten Punkt, diesen markiert ein großer Steinhaufen. Für die zwölf Kilometer lange und mehr als 1.000 Höhenmeter beinhaltende Tour sollte man eine Gehzeit von um die fünf Stunden einplanen. Es empfiehlt sich auch genügend Flüssigkeit mitzunehmen, denn es bieten sich auf dem Weg keinerlei Möglichkeiten, seine Trinklaschen aufzufüllen.

Infobox
Start - Ziel:Parkplatz Gaalreiter
Höhenmeter:1.050
Distanz (km):12
Gehzeit (exkl. Pausen):4-5h
GPX-File Download:nicht verfügbar

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