Hochobir

2.141m | Karawanken, Kärnten

Im Nebel auf den Kärntner Aussichtsberg


Der westlich von Bad Eisenkappel gelegene Hochobir zählt zu den schönsten Aussichtsgipfeln Kärntens und ist ein vielseits beliebtes Ausflugsziel aller Altersgruppen. Der Karawanken-Gipfel besticht durch sein traumhaftes Panorama, von welchem wir aber gar nichts zu sehen bekamen. Zu dick war die Nebelsuppe ab der Baumgrenze, die sich erst im Laufe des Nachmittags lichtete. Somit ist ein weiterer Besuch des Hochobirs fest eingeplant.

Ausgangspunkt für unsere eigentlich recht kurze Tour auf den Hochobir, die höchste Erhebung des Obir-Massivs, ist die auf 1.553 Metern gelegene Eisenkappler Hütte. Von der Abzweigung in Ebriach sind es zirka 13 Kilometer bis zum Parkplatz, 8 Kilometer davon legt man auf einer gebührenpflichtigen Mautstraße (6€) zurück. Um kurz vor halb 9 Uhr machen Jacky, Nadine, Lenny und ich uns am „Panoramaweg Südalpen“ auf den Weg und steigen die ersten Höhenmeter durch stellenweise wurzeliges und felsigen Waldgelände hoch.  Nach einer knappen Dreiviertelstunde bringen wir das Waldstück hinter uns und wandern auf sehr breit angelegten Pfaden weiter in Richtung Gipfel. Stets mit dabei: Nebel und etwas Wind, der mit jedem Höhenmeter spürbar zunehmen sollte. Vorbei an der kalten Quelle und an einigen grasenden Kühen treffen wir um zirka 10 Uhr beim verfallenen Rainer Schutzhaus ein. Dieses wurde zusammen mit einer der ersten Wetterstationen der Alpen zwischen 1878 und 1880 errichtet. Heute sind nur mehr steinige Überreste des ehemaligen Schutzhauses übrig. Wir folgen dem etwas gerölligen aber sehr gut begehbaren Weg bis zu einer Kreuzung mit dem Simon Rieger Steig, der aus südwestlicher Richtung auf den Gipfel des Hochobirs führt. Wir halten uns rechts und stehen in wenigen Minuten auf dem 2.139 Meter hohen Wettersteinkalkberges, der nordseitig wild und imposant anmutet, von seiner Südseite aber sehr einfach zu erwandern ist. (Es sei angemerkt, dass am Gipfelbuch des Hochobirs eine Höhe von 2.141 Metern angeführt ist, in den meisten Karten steht er aber mit 2.139m)

Von hier gäbe es bei Schönwetter traumhafte Ausblicke zu den umliegenden Berggipfeln, ins Klagenfurter Becken sowie zur Sau- und Koralpe. Wir haben an diesem Montag aber weniger Glück, so bleibt uns nur der Ausblick auf das 1972 errichtete, sieben Meter hohe Kreuz, welches den Gipfel des Hochobirs ziert. Trotz des Schlechtwetters haben einige Wanderer die Tour in Angriff genommen, vor allem im Abstieg sollten wir unzähligen Wandergruppen begegnen. Eine knappe Dreiviertelstunde verbringen am Gipfel – immer mit der Hoffnung, dass es vielleicht doch aufreißt – das sollte es aber erst viel später. Nach einem Eintrag ins Gipfelbuch geht es für uns am Aufstiegsweg bis zu jenem Punkt, an welchem man wieder in das wurzelige Waldgelände eintauchen würde. Dort zweigt rechts eine Forststraße ab, die einem in gemütlichem Gefälle bis zur Eisenkappler Hütte bringt. Je mehr wir an Höhe verlieren, umso schöner wird das Wetter und so bieten sich uns im Abstieg dann doch noch einige Blicke zur Koschuta und in die Steiner Alpen. 

Bei der Eisenkappler Hütte angekommen lassen wir die dennoch gelungene Tour bei einem köstlichen Hirschragout, Gröstl und Käsespätzle Revue passieren und entscheiden, dass wir den Hochobir vermutlich im Herbst zu Sonnenaufgang besuchen werden. Dann sollte es hoffentlich auch mit der Sicht klappen 🙂

Infobox
Start - Ziel:Parkplatz Eisenkappler Hütte
Höhenmeter:590
Distanz (km):7,8
Gehzeit (exkl. Pausen):2-3,5h
GPX-File Download:nicht verfügbar

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