Mölbegg

2.080m | Schladminger Tauern, Steiermark

Der Aussichtsberg hoch ober Donnersbach


Fast genau ein Jahr ist vergangen, seit Carina, Xenia und ich am Deneck standen und über weitere potenzielle Ziele nachdachten. Schnell stand das Mölbegg und die Verlängerung zur Edelweißspitze und zum Hochstein auf dem Plan – eine traumhafte Gipfeltour hoch ober Donnersbach. Am vergangenen Wochenende konnten wir zumindest einen der drei Gipfel besuchen, für eine Weiterwanderung zu den anderen beiden Gipfeln war uns das Wetter einfach nicht schön genug. Aber auch als „single summit“-Tour ist das leicht erwanderbare Mölbegg eine äußerst empfehlenswerte Tour – vor allem ab Anfang September.

Ausgangspunkt für den in etwa 2-stündigen Aufstieg aufs Mölbegg ist das höchstgelegene Haus im Ort Donnersbach – das Gehöft Hochbär. Dieses ist über eine asphaltierte Straße gut erreichbar, die Parkplätze vor Ort sind aber begrenzt. Es ist kurz vor 8 Uhr, als sich unser Trio auf den Weg mach und dem bestens markierten und teilweise auch ausgeschilderten Wanderweg 930 folgt. Zu Beginn gewinnen wir durch ein recht steiles Waldstück rasch an Höhe. Ab und an weicht der Wald und wir marschieren durch ein Meer von Schwarzbeersträuchern, seeeehr zum gefallen meiner beiden Begleiterinnen – die Beeren sollten uns vor allem im Abstieg noch für einige Zeit „beschäftigen“. Nach einer Stunde lichtet sich das Gelände und uns bieten sich erste Blicke auf unser Tagesziel. Über einen wahrlich traumhaften, stellenweise leicht felsigen Steig geht es in östlicher Richtung stets bergauf. Unsere kurzen Trinkpausen nutzen wir, um Blicke zum äußerst präsenten Grimming, der weiterhin ganz oben auf der Rechnung von Carina steht, und in Richtung Tauplitz zu werfen. Um kurz vor 10 Uhr treffen wir an einer Weggabelung zum Pfad, welcher weiter auf den Edelweißspitz und den Hochstein führt, wir steuern aber geradewegs auf das 2.080 Meter hohe Mölbegg zu, auf welchem wir wenige Minuten später unseren Gipfelsieg feiern.

Nur wenige Wanderer sind an diesem Samstag unterwegs und so sind wir am Gipfel des wunderschönen Aussichtsberg recht alleine. Bemerkenswert: dem metallernen Gipfelkreuz wurde ein neuer Anstrich verpasst. Es „strahlt“ jetzt in einem exquisiten Graunton. In einer ausgedehnten Pause werden allerlei Ideen für zukünftige Touren besprochen – bereits fix: die nächste Tour wird eine 5-Gipfeltour in den Rottenmanner Tauern. Ab und an zeigt sich auch die Sonne und gestaltet unsere Gipfelpause gleich um einiges angenehmer. Nach einer Dreiviertelstunde machen wir uns aber wieder auf dem Weg, schließlich haben wir ja noch „einiges vor“. Zirka 250 Höhenmeter sind wir abgestiegen, als Carina und Xenia in den vom Herbst feuerrot gefärbten Schwarzbeerfeldern verschwinden und nach einer halben Stunde mit prall gefüllten Behältern und fast schon schwarzen Fingern zurückkommen. Im Abstieg folgen wir unserem Aufstiegsweg und erreichen um kurz vor 13 Uhr den Parkplatz beim Gehöft Hochbär, wo wir eine traumhaft entspannte Tour erfolgreich beenden. 

Infobox
Start - Ziel:Parkplatz Gehöft Hochbär
Höhenmeter:830
Distanz (km):7
Gehzeit (exkl. Pausen):2,5-4h
GPX-File Download:Link

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