Rabenstein

1.031m | Eisenerzer Alpen, Steiermark

Schneegestöber hoch ober Mautern


Als wir am Weg zu unserer Tour auf den Wasserklotz waren, entdeckten wir, im Vorbeifahren auf Höhe Mautern ein in der Sonne glitzerndes Kreuz – wir wussten aber nicht, welcher Berg das sein sollte, somit begab ich mich natürlich gleich auf die Suche und machte dort den Rabenstein aus. Als der erneute Wintereinbruch uns wieder in etwas niedrigere Gefilde zwang, entschieden wir uns diesem doch markanten Felsen einen Besuch abzustatten.

Quasi direkt an der Autobahn gelegen, ist der Ausgangspunkt, inmitten der 2.000 Seelen-Gemeinde Mautern schnell gefunden. Man kann den Parkplatz, der auch noch gut beschildert ist, wirklich nicht verfehlen. Die ersten Meter legen wir auf der Asphaltstraße in Richtung „Mauterner Berg“ zurück. Bei der Trafik „Franz Schlager“ biegen wir rechts ab und halten uns danach gleich links und folgen dem Weg bis zu einer Zusammenkunft mit einer anderen Straße. Es sei erwähnt: es wäre schlauer gewesen, direkt am Hauptlatz recht abzubiegen, der Bergmannstraße zu folgen, bis links der Mauterner Berg abbiegt. Egal, wir haben den Weg durch einen Bauernhof etwas abgekürzt und kommen wenig später zu einer ersten Weggabelung mit einer gelb-weißen Tafel (diese Markierungen findet man entlang der gesamten Tour).

Wir biegen links ab und folgen der Forststraße für einige Minuten. Nach einer Rechtskurve finden wir den Einstieg in den Waldsteig, der sich durch schönes Waldterrain nach oben schlängelt. Recht schnell weicht das zarte Grün des Waldes dem Weiß des gefallenen Neuschnees. Schön angelegt, windet sich der Steig mäanderförmig für etwas mehr als 200 Höhenmeter nach oben. Bei einem Sendemast angekommen folgen wir der Forststraße linkerhand und steuern geradewegs auf einen weiteren Waldpfad zu, der uns nach wenigen Minuten zur Fasseggerhube bringt. In etwas stärker werdenden Schneegestöber folgen wir der Forststraße, kürzen diese über eine, nur wenige Höhenmeter beinhaltente Steigung ab und folgen danach dem gut ersichtlichen Steig durch ein kurzes Waldstück. Wenige Minuten später trifft sich unser Aufstiegsweg mit der Variante über die Magdwiese. Von hier aus sind es nur mehr gute zehn Minuten bis zum Gipfel. Die letzten Meter steilt der Steig noch etwas an, wir werden am Gipfel aber trotz der umliegenden Schneewolken mit einem schönen Ausblick auf das Liesingtal belohnt.

Im Gipfelbereich ist etwas Vorsicht geboten, fällt der Rabenstein in südlicher Richtung doch recht steil ab. Eigentlich hätte man vom 1.031 Meter hohen Gipfel einen schönen Blick auf den gegenüberliegenden Bremstein, welchen ich im Vorjahr zwei Mal besucht habe – auch das Gösseck, der höchste Berg der Eisenerzer Alpen, wäre sehr präsent, ist aber leider dick in Wolken eingepackt. Wir genießen trotz der etwas bescheidenden Witterungsverhältnisse unsere Gipfelpause und steigen nach einer knappen Dreiviertelstunde über unseren Aufstiegsweg in Richtung Mautern ab. Im Winter sind Grödel an manchen Stellen definitiv ein Vorteil, kann es auf den Waldwegen doch recht rutschig werden. Ansonsten bietet diese kurze Tour auf den Rabenstein keinerlei Schwierigkeiten.

Infobox
Start - Ziel:Parkplatz Mautern (Ortsmitte, beschildert)
Höhenmeter:380
Distanz (km):6,2
Gehzeit (exkl. Pausen):1,5-2,5h
GPX-File Download:Link

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