Rund ums Gaberl

Ofnerkogel 1.666m, Plankogel 1.598, Wölkerkogel 1.706m, Brandkogel 1.648m | Gleinlape & Stubalpe, Steiermark

Am Weitwanderweg zur „Steinernen Miarz“


Die zweite Maihälfte konnte vor allem mit einem auftrumpfen: Schlechtwetter! Immerhin gab es gegen Ende des Monats noch ein paar freundlichere Tage, somit ging es für mich wieder in die umliegende Bergwelt. Das Gaberl ist von mir zuhause in einer Viertelstunde erreichbar und bietet den Ausgangspunkt für eine Vielzahl von Wanderungen. 

Die Passstraße verbindet die Bezirke Murtal und Voitsberg – die B77 führt bis auf eine Höhe von 1.547 Meter. Dort befinden sich kostenpflichtige Parkplätze (3€), auch eine Weiterfahrt auf das Alte Almhaus (Schotterstraße) ist möglich. Ich parke mein Auto direkt am Gaberl und mache mich am Freitagnachmittag auf den Weg in nördlicher Richtung. Immer den Nord-Süd-Weitwanderweg 05 entlang geht es durch schöne Waldabschnitte in Richtung Ofnerkogel. Vorbei an der Wimpffenalm biege ich nach einer guten halben Stunde rechts ab und steige unmarkiert in Richtung Ofnerkogel auf. Geradeaus führt der Wanderweg auf den Knittelfelder Hausberg, den Steinplan. Den 1.666 Meter hohen Gipfel ziert kein Gipfelkreuz, dennoch ist die Gegend sehr einladend und bietet auf dem Weg dahin einige schöne Ausblicke ins Grazer Bergland, zu einigen Gipfeln der Gleinalpe und in die Seckauer Tauern. Ich verweile kurz, mache mich aber nach wenigen Minuten wieder auf den Weg. Beim Abstieg nehme ich noch einige Drohnenaufnahmen mit – zu verlockend waren die sich mir präsentierenden Motive.

Ich folge wieder dem Weg zurück in Richtung Gaberl, biege aber kurz davor rechts in Richtung Plankogel ab. Einige steile Höhenmeter hinter mich gebracht gibt es das erste Gipfelkreuz der Tour zu bestaunen. Gleich neben dem Gasthaus Plankogel, auf einer Höhe von 1.598m, steht das schwarz-grüne Kreuz. Weiter geht’s für mich entlang der asphaltierten Straße, zurück in Richtung Parkplatz. Erst 1,5 Stunden waren seit meinem Abmarsch vergangen, so entschied ich mich zum Alten Almhaus und zwei weiteren Gipfeln weiterzuwandern. Über die Forststraße sind es um die drei Kilometer, weitestgehend führt auch ein Wanderweg, fast direkt neben der Straße, zum auf 1.649 Meter gelegenen Almwirtshaus. Nach etwas mehr als einer halben Stunde habe ich die Straße, neben welcher auch fünf Windkraftanlangen aufgestellt sind, hinter mich gebracht und nehme die letzten 50 Höhenmeter zur „Steinernen Miarz“ in Angriff. Die Madonnenstatue auf dem Wölkerkogel (1.706m) wurde im Jahr 1954 (einem marianischen Jahr) vom steirischen Bildhauer Alfred Schlosser geschaffen.  Die goldene Krone, die das Haupt der Statue ziert, wurde von Bruder Berwand, einem Gold- und Silberschmiedemeister aus der Abtei Seckau, angefertigt. Seit 1974 finden am Vatertag Messen statt. Ich habe Glück und genieße diesen besonderen Platz, welchen ich heute ganz für mich allein habe. Die etwas finster wirkenden Wolken machen die Stimmung bei der „Miarz“ nur noch spezieller.

Nach einer etwas längeren Pause marschiere ich weiter, schließlich will ich auch dem Brandkogel noch einen schnellen Besuch abstatten. Diesen 1.648 Meter hohen Gipfel ziert ein riesiges Kreuz, welches schon aus weiter Ferne gut erkennbar ist. Ein Eintrag ins Gipfelbuch und ein paar Luftaufnahmen und schon mache ich mich auf den Rückweg, mittlerweile ist es auch schon kurz vor 6 Uhr abends. Um zirka halb 7 beende ich meine Wanderung „rund ums Gaberl“ und bin wieder einmal dankbar, dass das Schöne oftmals so nah liegt.

Infobox
Start - Ziel:Passhöhe Gaberl
Höhenmeter:540
Distanz (km):14,5
Gehzeit (exkl. Pausen):2,5-3,5h
GPX-File Download:Link

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