Wasserklotz

1.505m | Reichraminger Hintergebirge, Oberösterreich

„Panorama Deluxe“ – Gipfel soweit das Auge reicht


Schon länger stand der Aufstieg zum Wasserklotz auf Xenia’s und meiner Liste, kurzerhand entschieden wir uns, diesen traumhaften Aussichtsberg im Winter mitzunehmen. Ein unschwieriger, aber im letzten Drittel etwas steiler Aufstieg und ein Panorama, welches wirklich beeindruckend ist, machten unsere Tour im Nationalpark Kalkalpen zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Der Ausgangspunkt für unsere Wanderung auf den in Oberösterreich gelegenen Wasserklotz ist entweder über Windischgarsten oder über Altenmarkt bei Sankt Gallen zu erreichen. Der Parkplatz bei der Almhütte Zickerreith liegt genau an der Hengstpassstraße. 

Die ersten knapp 100 Höhenmeter folgen wir der bis dahin schneefreien Forststraße – das sollte sich aber bald ändern. In der Kreuzau angekommen geht es für Jacky, Xenia, Carina und mich geradeaus weiter, immer dem Wanderweg 475 entlang. Bereits hier präsentieren sich der Große Phyrgas und seine Nachbarn in weißem Gewand. Nach einer guten halben Stunde erreichen wir die 1.230 Meter hoch gelegene Dörflmoaralm. Wir waren quasi alleine, was am Wochenende und bei so einem Traumwetter keine Selbstverständlichkeit ist. Natürlich habe ich die Gelegenheit genutzt, um einige Aufnahmen mit meiner Drohne einzufangen. „Am Gipfel sollte es windig sein, besser hier, etwas weiter tiefer, fliegen“, so meine Devise.

Die Aufnahmen in der Drohne wandern wir die letzten Höhenmeter in Richtung Ahornsattel weiter. Dort kreuzen wir den Almboden und folgen den Steig/Schneespuren in den steilen Gipfelanstieg. Ab und an sind die Bäume markiert, aufgrund der Schneespuren können wir uns aber sowieso nicht verlaufen. Im Sommer dürfte der Weg auch sehr gut „ausgetreten“ sein. Vom Ahornsattel sind es etwas mehr als 250 Höhenmeter bis zum Gipfel des Wasserklotz. Am Weg dahin genießen wir oft den fantastischen Ausblick in Richtung Norden, sind aber gespannt, welches Panorama sich uns am höchsten Punkt unserer Tour bieten wird. Um kurz vor halb 12 Uhr mittags erreichen wir den 1.505 Meter hohen Gipfel des Wasserklotz und sind sprachlos von dem sich uns bietendem Panorama (und das will bei mir was heißen!).

Beeindruckend präsentieren sich die Haller Mauern mit ihrer höchsten Erhebung, dem Großen Phyrgas (2.244m), dem Scheiblingstein, der Kreuzmauer und dem Hexenturm. Der Scheiblingstein steht heuer auf unserer „to-do“-Liste und auch der Hexenturm, auf welchen ein Klettersteig aber auch ein Normalweg führt, reizt mich irgendwie. Im Westen können wir das Warscheneck, den Großen Priel und viele andere Gipfel ausmachen. Auch der Höchstein ist in der Ferne zu erkennen. Östlich der Haller Mauern erkennen wir den Großen Buchstein, den Tamischbachturm – auch der Admonter Reichenstein blinzelt in der Ferne hervor. Die Gipfelfotos in unseren Handys, entscheiden wir uns für eine ausgedehnte Gipfelrast. Wer könnte es uns bei diesem Panorama verdenken? Widererwarten war es am Gipfel sogar fast windstill, die Drohne blieb aber aufgrund der stetig steigenden Anzahl der Wanderer im Rucksack – Grund genug um den Wasserklotz wieder einmal zu besuchen.

Nach einer Dreiviertelstunde packen wir unsere Rucksäcke und steigen westwärts in Richtung Astein ab. Kurz überlegen wir, den 1.419 Meter hohen Nachbargipfel mitzunehmen, entscheiden uns dann aber für einen „schneereichen“ Abstieg in Richtung Ahornsattel, wo wir wenig später wieder auf unseren Aufstiegsweg treffen. Bis zur Dörflmoaralm immer den Großen Priel im Visier, folgen wir der Forststraße zurück zu unserem Ausgangspunkt. 

Gerade um diese Jahreszeit könnten Grödel hilfreich sein, wir kamen aber weitestgehend ohne die Schneeketten für die Schuhe aus. Jacky legte sie nur beim Abstieg vom Wasserklotz bis zum Ahornsattel an. Auch wenn der Schlussanstieg bis zum Gipfel doch etwas steil ist, so kann man diese Tour auch Familien empfehlen. Ausgesetzt wird es nie, Trittsicherheit sollte man aufgrund der Steilheit dann aber doch mitbringen.

 

Infobox
Start - Ziel:Parkplatz Zickerreith (kurz vor dem Hengstpass)
Höhenmeter:580
Distanz (km):9,5
Gehzeit (exkl. Pausen):2,5-3,5h
GPX-File Download:Link

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