Loser & Hochanger

1.837, 1.838m | Totes Gebirge, Steiermark

Traumhaftes Ausseerland – die Panorama-Runde par excellence


Das Ausseerland zählt mitunter zu den schönsten Plätzen, die Österreich zu bieten hat. Ein Besuch in der Region um Bad Aussee und den Ausseer See ist nur komplett, wenn man den Hausberg, den Loser, erklommen hat. Eine Tour auf den 1.837 Meter hohen Gipfel ist eher kurz, man wird aber dauerhaft mit einer traumhaften Kulisse verwöhnt.

Auf den Ausgangspunkt, die Loseralm, gelangt man über eine Mautstraße, diese bringt den Wanderer auf bis 1.600 Meter Seehöhe – dafür sind aber 18€ pro Kraftfahrzeug fällig. Als Jacky, Xenia und ich zu unserer kleinen Rundtour aufbrachen, waren wir eines der ersten Autos auf dem großen Parkplatz der Loseralm – das sollte sich später ändern!

Es waren nur wenige Minuten vom Parkplatz bis zum Augstsee und unseren ersten Fotos. Wir hielten uns rechts und wanderten am rechten Seeufer entlang. Wenig später steilte der Weg an und führte über Steinblöcke nach oben. Immer im Rücken: die, von dieser Seite durchaus mächtig aussehende Trisselwand. Nach einigen Höhenmetern, bei welchen wir auch ab und an die Hände zur Hilfe nehmen mussten, bot sich uns die Gelegenheit unsere Tour um einen weiteren Gipfel auszuweiten. Rechts geht’s zum Bräuningzinken, an diesem Tag entschieden wir uns aber für die „Kurzversion“ am Loser und folgten der Markierung in Richtung Hochanger. Auf dem Weg zum höchsten Punkt unserer Tour ging es über ab und an doch schmale Wege, bei welchem man durchaus konzentriert bei der Sache sein musste. Kurz vor dem Loserfenster stiegen wir einige Höhenmeter durch einen Kamin auf und bestaunten danach das wohl berühmteste Fotomotiv am Loserstock. Das Loserfenster ist auch direkt über einen Weg vom Parkplatz – ohne Umweg über das rechte Augsstee-Ufer – zu erreichen. Für den nicht geübten Wanderer ist das wohl die empfehlenswertere Variante.

Nach einer kurzen Trinkpause ging es für uns weiter in Richtung des 1.838 Meter hohen Hochanger. Am Weg dahin geht es durch eine Vielzahl von Latschen, die aber nie so hoch sind, dass einen das Panorama „verbaut“ ist. Schnell passierten wir den Hochanger und stiegen einige Höhenmeter über einen recht steinigen Weg ab, ehe sich uns der Schlussanstieg auf den Loser entgegenstellte. Von einer Abzweigung, die zurück zur Loseralm führt, sind es um die 80 Höhenmeter bis zum herrlichen Gipfelplateau des Loser. Dort angekommen legten wir eine ausgedehnte Pause ein und bestaunten die Kletterer die über den „Sissi-Klettersteig“ aufstiegen. Mit dem Schwierigkeitsgrad D ausgestattet, ist dieser Klettersteig nur geübten Alpinisten zu empfehlen. Auf der Loseralm gibt es mit dem „Sophie-Klettersteig“ einen weiteren, der aber bedeutend leichter und kürzer ist.

Wir hatten Glück und der Gipfel war, als wir dort ankamen, noch nicht überlaufen. Wir genossen unsere Jause und das wirklich beeindruckende Panorama. Angefangen vom 2.995 Meter hohen Dachstein, dem Hohen Sarstein, der Katrin bis hin zum Schafberg – einfach ein Traum. Nach und nach füllte sich das Gipfelplateau und wir entschieden uns, wieder in Richtung Loseralm abzusteigen. Bei der vorhin erwähnten Abzweigung hielten wir uns nun rechts und hatten eine gute Dreiviertelstunde Rückweg vor uns. Auch beim Abstieg, der immer wieder schöne Tiefblicke zum Altauseer See, sollte man konzentriert bleiben. Als wir wieder beim Parkplatz ankamen bot sich ein erwartetes Bild: kein einziges Auto hätte dort noch Platz gehabt. Wir ließen unsere wirklich schöne Wanderung bei Radler und MiZi ausklingen.

Unsere Tour würde ich grundsätzlich jedem Wanderer empfehlen, der über Trittsicherheit verfügt und kein Problem damit hat, wenn er bei einigen Stellen kurz seine Hände zur Hilfe nehmen muss. Der Loser ist aber das perfekte Ausflugsziel für jede Art von Bergliebhaber. Kletterer finden dort ebenso ihren Spaß, wie Familien oder nicht so geübte Wanderer, bietet der Stock um den Loser eine Vielzahl an unterschiedlichen Varianten.

Infobox
Start - Ziel:Parkplatz Loseralm
Höhenmeter:420
Distanz (km):5
Gehzeit (exkl. Pausen):2-3h
GPX-File Download:Link

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