Grabnerstein

1.848m | Haller Mauern, Steiermark

Auf den schönsten Blumenberg der Steiermark

Gut zwei Jahre ist es her, dass ich der Gegend um die idyllisch gelegene Grabneralm in den Haller Mauern einen Besuch abgestattet habe, somit war es wieder einmal an der Zeit. Dieses Mal das Objekt der Begierde: der aussichtsreiche Grabnerstein, der auch als der schönste Blumenberg der Steiermark bezeichnet wird.

Es ist Ende Juni, kurz nach 7 Uhr morgens, Xenia, Martin und ich machen uns auf den Weg zu unserem ersten Etappenziel, der Grabneralm. Im Aufstieg folgen wir weitestgehend der Forststraße, auf welcher auch der Wanderweg 636 entlang führt. Auf knapp 1.100 Metern Seehöhe folgen wir dem Steig durch den Wald, ehe wir die letzten Meter bis zur Graberalm wieder über die Straße hinter uns bringen. Um halb 9 treffen wir bei der auf 1.395 Metern Seehöhe gelegenen Hütte ein – bis hierhin sind es knappe 550 Höhenmeter.

Hier trennen sich die Wege: der Wanderweg 636 führt weiter in Richtung Admonter Haus, vor zwei Jahren war genau das unser Aufstiegsweg auf die Admonter Warte. Für uns geht es heute nordöstlich weiter. Durch einfachen Gehgelände spazieren wir mäßig steigend in Richtung Zilmkogel. Begleitend werden wir mit traumhaften Ausblicken zum Admonter Kalbling und vielen anderen Gesäusebergen. Über einen nett angelegten Weg aus Baumstämmen, vorbei an einem mit eiskaltem Wasser gefüllten Brunntrog, erreichen wir nach einer halben Stunde einen mit Blumen übersäten kleinen Almboden. Rechts der Zilmkogel, der Weg führt hier aber in Richtung Norden. Nun wird’s etwas steiler und stellenweise auch felsiger. Nachdem wir für einige Minuten wieder in Richtung Westen wandern, geht es nach einer Kurve wieder nach „rechts“. Nach einem Steilstück wartet eine letzte Kurve vor uns, von welcher aus wir das Gipfelkreuz schon sehen. Nach wenigen Schritten kommen wir 1.848 hohen Grabnerstein an.

Das Panorama ist wirklich erstklassig. Der Natterriegel ist zum Greifen nah, viele Gesäuseberge sind ob des guten Wetters zu erkennen und im Westen gibt es einen schönen Blick ins Ennstal und viele bereits erreichte Gipfelziele. Wir genießen eine ausgedehnte Pause, ehe es nach knapp 50 Minuten wieder nach unten geht. Nun aber getrennt: ich folge dem Aufstiegsweg, Xenia und Martin nehmen den teils seilversicherten Jungfernsteig, der über das Admonter Haus nach unten führt. Ich habe keinen zeitlichen Druck, sollte ich doch eigentlich schneller unten sein – somit lasse ich mir im Abstieg Zeit und genieße die noch vorhandene Blütenpracht, auch wenn wir die „Hauptblütezeit“ wohl verpasst haben. Dennoch erfreue ich mich an der wirklich schönen Botanik, um zirka halb zwölf Uhr komme ich auf der Grabneralm an und fülle meine Speicher mit einem wohltemperierten Elektrolytgetränk auf. Nach zirka 15 Minuten trudeln auch meine Bergkameraden ein, wir verweilen noch einige Zeit und genießen die angenehmen Temperaturen. 

Im Abstieg geht es dann den direkten Weg nach unten. Jede möglichen Abkürzung wird genommen, wir gelangen recht schnell auf den nun prall gefüllten Parkplatz am Buchauer Sattel. Kurz vor halb zwei Uhr nachmittags beenden wir eine wirklich lohnenswerte Wanderung – mit im Gepäck sind Gedanken auf die Tour auf den markanten Hexenturm – irgendwann werden wir auch diese in Angriff nehmen. Nun können wir auch diese unschwierige Tour, die wirklich von Jedem in Angriff genommen werden kann, in unsere Tourenbücher eintragen. Wer eine entspannte Wanderung in traumhafter Szenerie, mit Einkehrmöglichkeit und einer wunderbaren Botanik sucht, der wird beim Grabnerstein voll auf seine Kosten kommen.

Infobox
Start - Ziel:Buchauer Sattel
Höhenmeter:950
Distanz (km):13
Gehzeit (exkl. Pausen):3-5h
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